Ein Dienstleistungsvertrag (Overeenkomst van opdracht, Artikel 7:400 BW) ist die Standardform für ZZP-Aufträge in den Niederlanden. Nachfolgend die Pflicht- und dringend empfohlenen Abschnitte mit Mustertexten.
1. Parteien
Der Auftragnehmer: [Name], ansässig in [Adresse], eingetragen bei der Kamer van Koophandel unter Nummer [KvK-Nummer]. Der Auftraggeber: [Firmenname], ansässig in [Adresse], KvK [KvK-Nummer].
2. Beschreibung des Auftrags
Der Auftragnehmer erbringt folgende Leistungen: [konkrete Projekt- oder Dienstleistungsbeschreibung]. Das zu liefernde Ergebnis ist: [konkretes Endergebnis].
3. Laufzeit und Kündigung
Der Auftrag beginnt am [Datum] und endet am [Datum] oder sobald das beschriebene Ergebnis erreicht ist. Beide Parteien können mit einer Frist von [X] Wochen vorzeitig kündigen.
4. Tarif und Zahlungsbedingungen
Der Auftragnehmer berechnet €[X] pro Stunde zzgl. BTW. Rechnungen sind innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt fällig. Bei Verzug schuldet der Auftraggeber 1 % Verzugszinsen pro Monat.
5. Unabhängigkeitsklausel
Der Auftragnehmer führt den Auftrag selbstständig und nach eigenem Ermessen aus. Es besteht kein Arbeitsverhältnis oder Weisungsverhältnis. Der Auftragnehmer darf auch für andere Auftraggeber arbeiten.
6. Haftung
Der Auftragnehmer haftet für Schäden aus Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit, maximal bis zum für den betreffenden Auftrag in Rechnung gestellten Betrag.
7. Vertretung
Der Auftragnehmer darf den Auftrag (teilweise) durch einen Dritten ausführen lassen, sofern der Auftraggeber zustimmt.
8. Unterschriften
Vereinbart am [Datum], in [Ort]. Auftraggeber: [Unterschrift / Name / Funktion] Auftragnehmer: [Unterschrift / Name]
Geistiges Eigentum und Vertraulichkeit
Vereinbaren Sie, wer die Rechte an Ihrem Werk erhält und unter welchen Bedingungen der Auftraggeber das Ergebnis nutzen darf. Halten Sie Vertraulichkeit fest, wenn Sie mit sensiblen Daten arbeiten. Ohne Vereinbarung ist das Ergebnis oft unklar.
Haftung begrenzen
Begrenzen Sie Ihre Haftung im Vertrag, etwa auf den Rechnungsbetrag des Auftrags, und schließen Sie bei Bedarf eine Berufshaftpflichtversicherung ab. Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit lassen sich gesetzlich nicht ausschließen.
Änderungen und Mehrarbeit
Legen Sie fest, wie Sie mit Zusatzarbeit umgehen: schriftliche Freigabe, Satz und Planung. So vermeiden Sie Diskussionen und werden für das bezahlt, was Sie tun.
Häufig gestellte Fragen
Muss ein Dienstleistungsvertrag schriftlich sein?
Mündlich ist möglich, schriftlich ist aber viel besser: Es verhindert Streit und dient als Beweis. Digitale Unterzeichnung genügt für die meisten Aufträge.
Was unterscheidet ihn vom Arbeitsvertrag?
Beim Dienstleistungsvertrag arbeiten Sie selbständig, auf eigenes Risiko und ohne Weisung des Auftraggebers. Ein Arbeitsvertrag kennt Lohn, Weisung und persönliche Arbeitsleistung.
Kann ich den Vertrag vorzeitig kündigen?
Das hängt von Ihrer Vereinbarung ab. Halten Sie Kündigungsfristen und Bedingungen fest und beachten Sie die gesetzlichen Regeln für Aufträge.
Welches Recht gilt bei ausländischen Kunden?
Legen Sie es ausdrücklich fest: Nennen Sie das anwendbare Recht und das zuständige Gericht. Bei großen oder internationalen Aufträgen lassen Sie sich beraten.
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